Auf Bundeswasserstraßen muss in jedem Wasserfahrzeug ein geeigneter SCHIFFSFÜHRER an Bord sein und die Ausfahrt leiten.


Sicher Rudern

  • Fängt mit einer guten Ausbildung an.
  • Setzt die Kenntnis geltender Regeln und des Bootsmaterials voraus.
  • Setzt gute Revierkenntnisse voraus.
  • Setzt eine gute Urteilsfähigkeit voraus.
  • Erfordert Kenntnisse und Erfahrung im Umgang mit kritischen Situationen auf dem Wasser
  • Erfordert die Fähigkeit bei Notfällen auch fremden Hilfe Leisten zu können.
  • Richtiges Reagieren in kritischen Situationen auf dem Wasser kann Leben retten.
  • Schiffsführer können ihre Eignung durch eine bestandene Schiffsführer- / Obmannprüfung des DRV oder seiner Mitgliedsorganisationen nachweisen. 

Mögliche Notsituation auf dem Wasser müssen vorgedacht und die Reaktionen darauf regelmäßig durchgespielt und eingeübt werden.

Wassersport auf Flüssen und Seen

Auf den meisten Flüssen und Seen in Deutschland ist Wassersport erlaubt. Diese Gewässer sind meist Bundesschifffahrtstraßen auf den die Binnenschifffahrtsstraßenordnung und weitere Rechtsverordnungen gelten, die die Benutzer des Gewässers kennen und beachten  müssen.

Internationale Wasserstraßen, wie Rhein, Donau, Mosel, Elbe, ... haben eigene Verordnungen die im wesentlichen gleich zur Bin SchStrO sind, aber länderspezifische Ergänzungen und Abweichungen haben.

Der Bodensee ist keine Bundeswasserstraße. Hier gilt die  Bodenseeschifffahrtsordnung. Für Ruderboote  und alle anderen Wasserfahrzeuge ohne Motor und Segelsurfbrettern bis 6 Quadratmeter Segelfläche gilt die Beachtung der Kennzeichnungspflicht nach Artikel 2.01 Abs. B der BSO. Die BSO gilt in allen Anliegerstaaten und auf dem ganzen See dem Alpenrhein (bis zur Brücke Brücke Hard-Fussach und auf dem Alt-Rhein bis zur Brücke Rheineck-Gaissau) und dem Seerhein bis zur Straßenbrücke Schaffhausen-Feuerthalen.

BinSchStrO

Das Führen von muskelkraftbetriebenen Fahrzeugen sowie das Führen von Wasserfahrzeugen kleiner 20 m Länge und mit weniger als 11,03 kW (15 PS) und Segelsurfbrettern bis 6 Quadratmeter Segelfläche  sind ab 16 Jahren erlaubnisfrei. (Ausnahmen: Elbe und Rhein, Bodensee bis  6 PS). Ein geeigneter Schiffsführer an Bord muss die Ausfahrt leiten. Der Schiffsführer muss seine Eignung nachweisen können.

Für alle anderen Wasserfahrzeuge ist ein Sportbootführerschein Binnen / Motor erforderlich. (Bodensee: Bodenseeschifferpatent)

Flüsse und Seen haben Verkehrszeichen, Abzweigungen und Einmündungen, Schleusen, Häfen, Wehre und Stauanlagen, Anlegestellen, Engstellen, Buhnen, Strömungen, Gefahrenstellen und eigene Wetterbedingungen, die auch den Fahrzeugführern erlaubnisfreier Fahrzeuge bekannt sein müssen.

Wer kentert, einen Wasserunfall hat oder dazu kommt sollte wissen, wie er sich zu verhalten hat und wie er Hilfe leisten kann. Schon die Alarmierung eines Rettungsdienstes vom Wasser aus kann schwierig werden. Bis ein Rettungsdienst eintreffen kann, vergeht erheblich mehr Zeit als an Land. Die Selbst- und die Fremdhilfe auf und im Wasser erfordert besondere Kenntnisse. 

Vorbeugung ist die beste Voraussetzung zur Vermeidung kritischer Situationen. Dazu gehört die Überprüfung der Ausrüstung vor Antritt der Fahrt, gute Revierkenntnisse und die Beobachtung des Wetters.

Wassersportler sollten sichauf mögliche Notfälle vorbereiten und regelmäßig Übungen für Notfälle durchführen..